Kurzbeschreibung Teenietreff

Zu den vielen Freizeitaktionen von Spielratz e.V. zählt auch der seit 1993 bestehende „Teenietreff“. Jeden Freitag Abend (außer zu Schulferienzeiten) zwischen 19 und 22 Uhr unternehmen Jugendliche mit kognitiv-intellektueller ("geistiger" Behinderung) mit ehrenamtlichen Betreuer/innen einen Ausflug. Klassische Veranstaltungen sind Bowlen gehen, Pizza Essen, ins Theater gehen, das MOP (integrativer Jugendtreff) besuchen, sowie Kneipenbesuche. Die Gruppe ist mittlerweile so groß, dass sie zweigeteilt wird. Das Programm wird durch die Projektleitung erstellt und an die Teilnehmer/innen und Betreuer/innen (mit persönlichem Einsatzplan) verschickt. Der Treffpunkt ist an der U- Bahn Station Sendlinger Tor, an dem die Jugendlichen mit den Betreuer/innen in Gruppen eingeteilt werden und wichtige Infos weitergegeben werden.
In den meisten Fällen sind Jugendliche mit kognitiv-intellektueller Behinderung nicht in der Lage, ihre Freizeit ohne Eltern zu gestalten. Jedoch wünschen sich viele Jugendliche mehr Eigenständigkeit und möchten sich bevorzugt mit Gleichaltrigen bzw. Gleichgesinnten treffen und etwas unternehmen. Die in diesem Alter zu vollziehende Ablösung vom Elternhaus ist für Jugendliche mit Behinderung besonders erschwert, da ihrer Selbständigkeit mehr oder weniger starke Grenzen gesetzt sind.
Der „Teenietreff“ gibt den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Freizeit altersgerecht und nach ihren Interessen zu gestalten. Es soll dabei eine Umgebung geschaffen werden, in der die Jugendlichen außerhalb der Familie in einer Gruppe Gleichaltriger zusammensein können. Die oft nur wenig älteren Betreuer sind dabei zugleich Aufsicht, Organisator und freundschaftlicher „Kumpel“.
Durch den Teenietreff nehmen die Jugendlichen am gesellschaftlichen Leben teil. Es eröffnen sich Räume zur Integration und zur Begegnung.
Organisatorisches
Der Teenietreff findet jeden Freitag - außer in den Schulferien - jeweils gegen 19.00 Uhr (meist Sendlinger-Tor-Platz) bis ca. 22.00 Uhr statt. Er wird von einer ehrenamtlichen Leitung organisiert. Sie wirbt die Betreuer/innen an, erstellt die Dienstpläne und ist in Absprache mit den Teilnehmer/innen für das Programm verantwortlich.
Je nach Programm begleiten ca. drei ehrenamtliche Mitarbeiter/innen pro Gruppe die Jugendlichen auf ihren freitagabendlichen Streifzügen durch die Stadt. Das Programm des Teenietreffs erscheint etwa vierteljährlich, ist altersgerecht und richtet sich nach den Wünschen der Teilnehmenden.
Betreuer/innen
Die Betreuerinnen und Betreuer übernehmen im Teenietreff vielfältige Aufgaben. Zum einen nehmen sie sehr sorgsam die Aufgabe der Aufsichtspflicht war, zum anderen üben sie pädagogische Zurückhaltung und sind für die Teilnehmenden Ansprechpartner/innen und freundschaftlicher „Kumpel“.
Die Betreuerwerbung findet hauptsächlich über Mundpropaganda statt. Auch werden bisweilen Aushänge getätigt, unter anderem an den sozialpädagogischen und pädagogischen Instituten von Fachhochschulen und Universitäten und an Erzieherinnenschulen. Das bedeutet aber nicht, dass die berufliche Nähe zur pädagogischen Arbeit ein Ausschlusskriterium bei der Rekrutierung von BetreuerInnen ist. Grundsätzlich steht es jedem frei – egal welcher Beruf ausgeübt wird – am Teenietreff als Betreuer/in mitzuwirken.
Damit die potentiellen Betreuer/innen und die Verantwortlichen des Vereins und der Freizeit sich näher kennen lernen und die Erwartungen, Rahmenbedingungen und die organisatorischen Details bekannt sind, finden Vorstellungsgespräche statt. Nach einigen Hospitanz-Abenden wird dann endgültig entschieden, ob es zu einer Zusammenarbeit kommt. Ein weiterer wesentlicher Aspekt neben dem Vorstellungsgespräch ist der jährliche Fortbildungstag, der für die Betreuer/innen als Voraussetzung für die Teilnahme an der Freizeit verbindlichen Charakter hat.
Anmeldung und Kosten
Die Planung und Organisation des Teenietreffs übernimmt Frau Schlegel. Für Anmeldungen und nähere Informationen wenden Sie sich bitte an sie: Tel. 089/64 02 27
Die Eltern teilnehmender Jugendlicher bezahlen monatlich - unabhängig von der Anzahl der besuchten Abende - eine Pauschale. Zusätzlich anfallende Kosten für Eintritt, Theaterkarten, Getränke u.ä. sind extra zu entrichten.
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